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Info / Die Arbeit in Indien / Ausbildung

Die Arbeit in Indien: Ausbildung

Der Kindergarten
Die vereinseigenen Kindergärten im Dorfzentrum Bamhani sowie in den Subzentren erfreuen sich großer Nachfrage: Die Eltern wissen, dass ihre Kinder hier gut aufgehoben sind. Die Kleinen werden medizinisch betreut, bekommen nahrhafte Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen) und haben sogar ein Minimum an Spielzeug zur Verfügung - keine Selbstverständlichkeiten in der indischen Kinderbetreuung. Ausgebildete Kindergärtnerinnen kümmern sich um das Wohlergehen. Außerdem bringen sie den Kindern das Alphabet und die Zahlen bei, natürlich sowohl in Englisch als auch in Hindi, der indischen Amtssprache, und in Marathi, der lokalen Sprache in den Dörfern rund um Nagpur.
Die Nähschule
In den Nähschulen lernen junge Frauen aus den Dörfern und Slums in einem Jahr die Feinheiten der Nähkunst. Ende der Ausbildung ist eine staatliche Prüfung. Um sich selbständig machen zu können, gewährt der Sangam den Frauen einen zinslosen Mikro-Kredit zum Erwerb einer Nähmaschine - so werden sie finanziell unabhängig von ihren Vätern und Ehemännern. Das gleiche gilt natürlich auch für die Lehrerinnen der Nähschule, deren Lebensunterhalt durch das vom Sangam bezahlte Gehalt gesichert wird. Heiraten die jungen Frauen und ziehen in andere Dörfer, nehmen sie ihr Wissen mit: Auch in der neuen Heimat können sie ihre Nüharbeiten anbieten und damit eigenes Geld verdienen.
Die Handwerkerschule
In der Handwerkerschule in Bamhani erhalten junge Männer eine halbjährige Schulung zum Elektriker oder eine einjährige Ausbildung zum Motorrad-Reparateur. Der Unterricht ist vorwiegend praktisch ausgerichtet, doch bringen ihnen die Lehrer auch die theoretischen Grundzüge bei. Bereits nach den ersten Unterrichtswochen berichteten die jungen Männer davon, dass sie ihr Wissen in ihren Därfern anwenden konnten und dass ihre Hilfe gefragt ist. Viele von ihnen machen sich nach der Ausbildung mit eigenen Läden selbständig: Eine gute Alternative zur schlecht bezahlten Feldarbeit.

Zudem müssen die jungen Männer auf dem Basisgelände der Organisation im Alltag mit anpacken: Sie halten das Gelände sauber, übernehmen Maler-Arbeiten und selbstverständlich auch die anfallenden Reparatur-Arbeiten, denn so können sie das neu gewonnene Wissen direkt umsetzen.